18.01.2011 von Thomas Bottke
Fast ein halbes Dutzend Vereine durchlief der heute 71-jährige Jochen Marrack in den vergangenen Jahrzehnten notgedrungen, so dass eine ganz lange Vereinsmitgliedschaft wohl nicht zusammenkommen wird. Ein Jubiläum kann der Brandenburger heute aber trotzdem begehen. Denn auf den Tag genau vor 60 Jahren trat er seinem ersten Schwimmverein bei.
Das war die BSG Motor Süd, die damals noch über eine Sektion Schwimmen verfügte. Innerhalb des Vereins wechselte Jochen Marrack 1955 zum Wasserball. „Zum Schwimmen kam ich aus ganz praktischen Überlegungen meiner Mutter“, verrät Marrack. Die schickte ihn ins Stadtbad mit dem Hinweis, dass er so zweimal die Woche baden könne und sie für ihn kein heißes Wasser in der Waschküche aufbereiten müsse.
Im Jahre 1959 wurde die Sektion aufgelöst und die Schwimmer und Wasserballer gründeten Abteilungen bei Lok, Empor und Dynamo. Ein Jahr darauf kamen die Schwimmer von Lok und Empor zur BSG Aufbau. Zwischendurch wollte die Armeesportgemeinschaft (ASG) die Schwimmer übernehmen, um so die in der Havelstadt ansässige Sportschule zu stärken. Auf einer Versammlung im Saal der damaligen Zentralpoliklinik wurde aber mitgeteilt, dass Erwachsene nur dann Mitglied werden könnten, wenn sie der Armee angehören. Einige Kinder und Jugendliche wurden aber übernommen. Bei Aufbau blieb Marrack bis 1991. Er war dort in den verschiedensten Funktionen tätig. Dann wurde der SV Wasserfreunde aus der Taufe gehoben. Und dem Schwimmverein gehört Marrack mittlerweile auch schon wieder 20 Jahre an.
Von Marcus Alert