19.08.2011 von Thomas Bottke
Am 01. August 2011 machten sich 21 Kinder und Jugendliche mit ihren 2 Betreuern auf den Weg an die Ostsee, genauer gesagt auf die schöne Insel Rügen nach Binz.
Die Gruppe bestand aus 9 Mädchen und 12 Jungen.
Als wir nach einigen Zwischenstopps und diversen Staus auf der Insel, endlich in Binz ankamen, war die Freude groß, super Jugendherberge in unmittelbarer Nähe der Ostsee, sowie herrliches Wetter.
Nach dem die Zimmer aufgeteilt und bezogen waren, ging es sofort an den Strand.
Obwohl das Ostseewasser für uns Beckenschwimmer sehr kalt war, 17°C, wurde zuerst einmal ausgiebig gebadet und rumgetobt. Alle hatten ihre Freude.
Gleichzeitig wurde durch den Trainerstab, Stephanie Rietzke und Uwe Kussatz ein Rundkurs festgelegt, den die Kinder während des Trainings abschwimmen sollten.
Vom Strand zu einer Boje auf der Ostsee, von Boje zu Boje und wieder zurück zum Strand. Es waren rund 500 Meter.
Dieser Kurs sollte je nach Altersgruppe 2- bis 4- mal absolviert werden.
Am ersten Tag wurde nur eine „Testrunde“ geschwommen. Nach anfänglichem Murren, bewegte sich die Gruppe dann in das kühle Nass.
Das Abschwimmen des Kurses wurde dann Hauptbestandteil des Trainings. Dies wurde an fast allen Tagen des Trainingslagers, jeweils am Vormittag und am Nachmittag durchgezogen. Am Morgen kam dann noch eine kleine Laufeinheit am Strand dazu.
Zwischen den Trainingseinheiten wurde zur weiteren körperlichen Ertüchtigung, mit wachsender Begeisterung Volleyball gespielt. Mann oder Frau sonnte sich, buddelte riesige Löcher in den Strand oder ließ sich vergraben.
Nach dem Abendbrot unternahmen wir immer Verdauungsspatziergänge am Stand oder in die nähere Umgebung.
So ähnlich sah dann auch immer der Tagesablauf in den fast 1,5 Wochen unseres Aufenthaltes aus.
An zwei Nachmittagen wurde kein Schwimmtraining durchgeführt.
Auf Wunsch der Kinder, wollten wir in das „Museum zum Anfassen“ nach Prora. Da wir ja Sportler sind, wurde die Strecke gelaufen. Aus den 5,0 km, die uns das Navi anzeigt hatte, wurden dann glatt 6,5 km.
Als wir dann in diesem Museum, geschafft und in Vorfreude ankamen,
wollte ich den Eintritt für die 23 Personen mit der EC Karte bezahlen (immerhin ca. 130 Euro).
Das ging aber nicht, da dort nur eine Bargeldkasse im Einsatz war und das nach nunmehr 22 Jahren Wende immer noch keine Möglichkeit der bargeldlosen Bezahlung ist.
Es konnte aber auch kein Bargeld aufgetrieben werden weil auch in der näheren Umgebung kein EC Automat vorhanden war.
Also mussten wir unverrichteter Dinge wieder zurück nach Binz. Da sich aber auf dem Rückweg, über den ehemaligen KDF Urlaubskomplex, eine Döner- Imbiss- und Eisbude befand, hielt sich der Unmut der Kinder in Grenzen.
Eine zweite Nachmittagswanderung wurde dann durch den Granitz immer am Hochufer entlang bis kurz vor Sellin gemacht.
Es war eine wunderschöne Tour immer oberhalb der Steilküste, mit Blick auf die Proraer Buch, entlang.
Von der Steilküste ging es am schwarzen See und an der Kreuzeiche vorbei, quer durch den Wald zurück nach Binz.
Die Impressionen wechselten von Minute zu Minute, so dass Niemandem langweilig wurde. Mit einem kurzen Zwischenstopp am „Stammcrepesstand“ an der Strandpromenade, waren wir nach fast 4 Stunden und 12 Kilometern wieder pünktlich zum Abendbrot zurück in der Jugendherberge.
Im Endeffekt hatten wir 9 herrliche Tage im schönen Seebad Binz an der Ostsee.
Unser Glück war, das wir in diesem Zeitraum zum größten Teil sehr gutes Wetter hatten und die Kinder beschäftigt wurden, immer an der frischen Luft waren und wir uns nicht die ganze Zeit in irgendwelchen regengeschützten Räumen aufhalten mussten.
Alle kamen auf ihre Kosten und die Mädels konnten ebenfalls schön shoppen.
Ich denke allen Beteiligten hat das Trainingslager sehr viel Spass gemacht.
Wir bedanken uns beim Team der Jugendherberge Binz für die nette Aufnahme in ihrem Haus und der hervorragenden Bewirtung.
Ganz herzlich möchten wir uns aber bei Herrn Roland Müller bedanken,
der sich die Zeit nahm mit uns die Kinder an die Ostsee zu bringen und auch wieder abzuholen.
Uwe Kussatz